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Die Leistungskurse SHBA und WELI beschäftigten sich am 28.1.2010 intensiv mit Shakespeare und seiner Zeit.
Shakespeares Globe im Johanneum
Die historische Bühne der Zeit Shakespeares war Thema eines Projekttages der Leistungskursschüler Englisch der Kollegen Schlierbach und Welling. Einen Vormittag lang beschäftigten sie sich an vierzehn verschiedenen Lernstationen mit Shakespeare und seiner Zeit. Das elisabethanische Weltbild (Chain of Being) gehörte ebenso dazu wie die Bedingungen, unter denen zu seiner Zeit überhaupt Theater gespielt werden konnte. So war z.B. zu erfahren, dass zu dieser Zeit auch die Frauenrollen von Männern gespielt werden mussten, dass die Pest oft Aufführungen verhinderte oder dass Belustigungen wie Bärenhatz zu den Randerscheinungen der für die Menschen damals konkurrenzlosen – es gab fast nichts anderes - Theateraufführungen gehörten. Die Zuschauer verhielten sich ebenfalls anders als heute: sowohl Begeisterung als auch Missfallen wurden unmittelbar geäußert und es konnte durchaus passieren, dass eine schlechte Aufführung im Tumult des Publikums unterging. Wie aus dem Film „Shakespeare in Love“ vielleicht bekannt, waren die Produktionsbedingungen deutlich anders als heute. Shakespeare musste für seinen Lebensunterhalt schreiben; d.h., er stand unter einem enormen Zeit-, Schreib- und Erfolgsdruck. Überhaupt Shakespeare: seine Urheberschaft an den zahlreichen Dramen wie z.B. Macbeth, Hamlet, Romeo & Julia, Othello oder King Lear ist bis heute umstritten, da man sich nicht sicher ist, wie ein Mann mit seinem Hintergrund über einen solchen Reichtum an Metaphern, stilistischen Ausdrucksmöglichkeiten und Motiven verfügen konnte. Bis zum Beweis des Gegenteils geht aber die Fachwelt weiter davon aus, dass seine Stücke auch tatsächlich von ihm stammen, genau so wie die zahlreichen Gedichte in der Form von Sonetten. Die SchülerInnen sollten durch vielfältige Materialien dazu angeregt werden, sich in diese Zeit zu versenken und ihre Besonderheiten zu erarbeiten, bevor sie sich tatsächlich mit einem Drama des englischen Genies beschäftigen. So gab es Höraufgaben, Bildmaterialien zur Visualisierung, Overheadfolien vom Bühnenaufbau, alte Stadtansichten von London, Computerpräsentationen und sogar zeitgenössische Musik als Höreindruck. Alle teilnehmenden Englischschüler nahmen ein Arbeitsergebnis mit nach Hause, mit dessen Hilfe sie sich gezielt auf die Analyse eines Shakespeare Dramas vorbereiteten können und damit natürlich auch auf das Abitur, in dem der Bezug auf Shakespeare gefordert wird.
Thomas Welling
Und hier noch einige optische Eindrücke:





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