| „Schulschwänzer“ ist der Siegerfilm |
| Montag, 01. Februar 2010 um 13:39 Uhr |
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Gewinnverleihung zum Finale des Filmfestivals gestern am Johanneum-Gymnasium Herborn Herborn (shr). „Alptraum Schulstress“; „Erste Beziehung“ und „Sinkende Geburtenrate in Deutschland“. Die Filmthemen waren vielfältig, die Auswahl groß. Doch prämiert wurden nur die sechs besten. Gestern haben sich alle Schüler der elften Klasse des Herborner Johanneum-Gymnasiums in der Aula versammelt, um die Siegerehrung des jüngsten Filmwettbewerbs der Schule mitzuerleben und die Beiträge anzuschauen.Das Filmfestival hat schon eine kleine Tradition: Bereits zum 16. Mal leiteten die Lehrer Helmut Huttel und Holger Schmied den Wettbewerb. Der Gewinnerfilm hatte den Titel „Schulschwänzer am Johanneum“. Dafür befragten Eric Thomas, Anette Wasseroth, Daniel Becker und Janina Immel unter anderem Lehrer und Schüler, ob sie zu ihrer Schulzeit „blau gemacht“ hätten, was teilweise zu überraschenden Antworten führte. Doch das Medium hatte auch pädagogische Wirkung: Lehrer erklärten, welche Sanktionen das Krankfeiern in ihrem jeweiligen Unterricht hätte. Laura Benner, Eva Weese, Jennifer Walter, Juliana Müller und Elisabeth Schmitzer schafften es mit „Im Dunkeln sehen alle gleich“, einem Film über Blindheit, auf Rang Zwei. Platz Drei belegten Simon Küster, Dominik Göbel, Julian Schädler und Joscha Wagner mit ihrem Film „Manipulation durch Medien“, in dem hauptsächlich das Bewusstsein für den kritischen Umgang mit Medien geschärft werden sollte. Dies geschah anhand diverser bekannter Zeitungen. Für alle gab es eine Urkunde, Karten fürs Herborner Wellenbad sowie für die Plätze vier bis sechs Kinofreikarten und die drei Erstplatzierten Gutscheine eines Herborner Sportgeschäfts. Schulleiterin Jutta Waschke übergab die Preise. In seiner Rede hatte Schmied zuvor erklärt, dass die zehn besten Filme gezeigt würden. Er betonte, dass ihm und seinem Kollegen die Auswahl nicht leicht gefallen sei, da sich die Werke der Schüler fast ausnahmslos auf einem technisch äußerst hohen Niveau befunden hätten. Deshalb ist es seit Jahren Regel, dass die Schüler der jetzigen Klassen 9 und 10 in die Entscheidung miteinbezogen werden: Die Lehrer achten auf die Lautstärke des Klatschens oben genannter Teilnehmer der Unter- beziehungsweise Mittelstufe, die die Filme vorab sehen dürfen. Dies dient als Messlatte der Beliebtheit und führt zu der exakten Platzierung. Doch von den Deutschlehrern der jeweiligen Klassen sowie den Projektleitern Huttel und Schmied wird eine Vorauswahl getroffen. Huttel führte die Kriterien dafür an: „Hauptkriterium ist natürlich die Qualität der Recherche und die inhaltliche Aufarbeitung des Themas. Aber auch die filmische Umsetzung des Drehbuchs ist wichtig, genau wie das Zusammenspiel von Bild, Text und Musik“. Er bedauerte, dass es einige gute Filme aus diesem Grunde nicht in die Top Ten geschafft hätten, weil die Musik die Lautstärke der Stimmen überdeckt habe. Doch ebenso wird auf die Originalität und die persönliche Note geachtet, welche die Filmer in ihre Werke einfließen lassen sollten. Das Filmprojekt ist Bestandteil des Deutsch-Unterrichts. Es soll Schüler der Klassen 10 dazu bringen, kritisch mit Medien umzugehen, aber auch die Problemlösungskompetenz fördern sowie das Arbeiten im Team. Die Schüler wählen in Gruppen von etwa fünf Personen selbstständig ein Thema, erarbeiten ein Drehbuch, teilen sich die Zeit, in der sie filmen, selbst ein, kümmern sich eigenständig um das Schneiden der entstandenen Werke im schuleigenen Schneideraum und unterlegen das ganze mit Musik und visuellen Effekten. Während der gesamten Arbeit an dem Projekt werden die Schüler von den beiden Projektleitern Huttel und Schmied sowie ihren jeweiligen Deutschlehrern unterstützt.
von links nach rechts: Lehrer Helmut Huttel und Direktorin Jutta Waschke, Simon Küster, Dominik Göbel, Julian Schädler, Joscha Wagner, Jan Schild, Eric Thomas, Janina Immel, Eva Weese, Juliana Müller, Jennifer Walter und Lehrer Holger Schmied.
Und so sah der Artikel im Herborner Tageblatt vom 30.1.2010 aus:
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