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"Wir können vielen Kindern helfen ..." PDF 
Mittwoch, 10. März 2010 um 12:02 Uhr

Frau Runte-Georg zieht eine positive Zwischenbilanz der pädagogischen Mittagsbetreuung

Redaktion:
Sie sind seit September 2007 im Bereich der pädagogischen Mittagsbetreuung für das Johanneum tätig. Was sind Ihre persönlichen Eindrücke?

Fr. Runte-Georg:
Für mich persönlich ist zu sagen, dass ich mich an meiner alten Schule sehr wohlfühle, sogar mehr als das. Trotz aller baulichen Probleme im Zuge der Schulsanierung bin ich auch mit meinem Arbeitsraum zufrieden. Ganz zentral wichtig ist für mich aber die tolle Unterstützung aller Beteiligten, angefangen vom Team der pädagogischen Mittagsbetreuung, der Schüler und Lehrer bis hin zur Schulleitung.

Redaktion:
Entsprechend positiv müsste auch die inhaltliche Zwischenbilanz des vor knapp 3 Jahren begonnenen Projektes ausfallen …

Fr. Runte-Georg:
Das ist in der Tat so. Sehr motivierend ist, dass wir vielen Kindern helfen können. Dabei ist die Trägerschaft durch die Johannea äußerst wichtig und absolut vorbildlich. Die meisten Schulen wickeln die Verwaltungsprozesse über die Caritas als Trägerschaft ab. Das verursacht natürlich Kosten, die wir einsparen und die den Schülern zugute kommen.

Redaktion:
Nennen Sie bitte Schwerpunkte dieser Schüler-Projekte?

Fr. Runte-Georg:
Ein wesentlicher Projektschwerpunkt sind Kinder mit Migrationshintergrund oder solche, wo die Eltern beide berufstätig sind  oder in Trennung leben. Ich darf sagen, dass die Zahl dieser Kinder, die unsere Hilfe benötigen und auch in Anspruch nehmen wollen, beständig steigt. Gerade durch die Arbeit von Frau Jacob wird die Schule für diese Kinder in den Nachmittags- stunden vielfach zu ihrem Zuhause. Statt unbetreut irgendwo herumzuhängen, werden gerade solche Kinder in Kleingruppen bei den Hausaufgaben betreut. Nicht alle, aber viele von ihnen nehmen die anschließenden Angebote von Frau Jacob wahr, etwa Spiel- und Bastelangebote. Ich beobachte immer wieder, wie empfänglich und dankbar die Kinder für solche Kennenlern- und Kuschelzonen außerhalb des normalen Unterrichts sind.

Redaktion:
Für welche Schüler gilt dieses Angebot?

Fr. Runte-Georg:
Zunächst einmal für die Klassen 5 – 7, wobei im Moment vor allem Kinder aus der 5/6 die Angebote nutzen. Da Frau Jacob schon vor dem Beginn ihrer Tätigkeit als Schulsozialbetreuerin vor Ort war, klappte die vorgeschaltete Organisation reibungslos. Wir haben es mit Kinder zu tun, die ansonsten unbetreut erst gegen 17.00 Uhr zu Hause wären, von anderen Benachteiligungen ganz zu schweigen. Die soziale Herkunft darf einfach nicht in diesem Maße die schulische Laufbahn bestimmen. Die Kinder, die wir betreuen, haben in der Mehrzahl „Biss“, wollen etwas lernen, verhalten sich fleißig und ordentlich.

Redaktion:
Sicher gibt es auch noch Parallelangebote …

Fr. Runte-Georg:
Selbstverständlich, auch wenn wir hier weiter unsere Konzepte verbreiten müssen. Ein Beispiel für diese Angebote ist die bewegte Mittagspause innerhalb der Sportstätten, die aber in diesem Schuljahr bisher weniger genutzt wird als im vergangenen.

Redaktion:
Werfen Sie nach dieser erfreulichen Zwischenbilanz einen Blick in die Zukunft …

Fr. Runte-Georg:
Die finanziellen Mittel vom Land Hessen sind da, dürften nicht versiegen. Strukturen sind geschaffen, so dass ich positiv auf die folgenden Schuljahre schaue. Wichtig wird für uns sein, dass unsere Angebote weiter bekannt gemacht und auch angenommen werden; weitere Projekte in der Schulsozialarbeit gerade im Kooperation mit der Lehrerschaft sind angedacht. Ganz wichtig ist für viele Kinder, gleich, um welche Projekte es sich handelt, das Empfinden „Erwachsene sind für mich da, helfen mir im schulischen Alltag.“ Und der ist wahrlich ausgefüllt, vor allem auch mit gesteigerten Leistungsanforderungen. Schließlich werden wir auch räumlich ganz gewiss von dem Neubau profitieren. All das macht Hoffnung!

Günter Schütz

 
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