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Berichte / Presse

Literarische Blind Dates am Johanneum

Im Rahmen eines Projekts zur Leseförderung in Jahrgangsstufe neun haben sich die Schülerinnen und Schüler des Johanneum-Gymnasiums Herborn auf ein ganz besonderes "Blind Date" eingelassen.

Die Freiwilligen erhielten Anfang Mai auf dem Postweg große und kleine Päckchen aus den Beständen des schuleigenen Informationszentrums. Beim Auspacken wurde das Geheimnis dann endlich gelüftet: Unter dem braunen Packpapier verbarg sich eine individuell ausgewählte Lektüre. Der Clou: Die Schülerinnen und Schüler wussten bei ihrer Anmeldung zum Projekt nicht, was genau sie da bekommen würden – von Krimi und Roman über Drama bis hin zur Biografie oder der modernen Graphic Novel hätte alles dabei sein können.

"Lesen ist unglaublich wichtig für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen", so die Deutschlehrerin der Klasse 9G, Ann-Katrin Schütz. Trotzdem komme im Schulalltag das "erbauende Lesen", also die reine Freizeitlektüre, eindeutig zu kurz. "Das Gefühl, etwas lesen zu müssen, weil es eben auf dem Lehrplan steht, vermittelt Schülerinnen und Schülern ein negatives Bild von Literatur, das sich dann bis ins Erwachsenenalter fortsetzt und Bücherwürmer zu Lesemuffeln macht", so Schütz weiter. "Am Johanneum ist man sich dieses Problems bewusst und versucht, durch modernen und ansprechenden Deutschunterricht sowie Zusatzangebote wie eben das Leseprojekt dagegen anzugehen. Auch für mich als Lehrkraft ist es toll, dass sich so ein Projekt durch kurze Wege, wenig Bürokratie und ein breites Medienangebot vor Ort problemlos umsetzen lässt."

So machten sich die mutigen Bücherwürmer auf ins Leseabenteuer, und zwar mit einem klaren Ziel. Für jedes Buch sollte eine Rezension entstehen, die dem Rest der Schulgemeinde und allen Interessierten Ideen für neue und interessante Sommerlektüre in den bevorstehenden "großen Ferien" bieten soll.

 

Die Sommer-Schmöker-Tipps der Klasse 9G können Sie hier sich näher anschauen:

Erstellt durch Eva Fladerer

 

Anne Frank: Graphic Diary (2017)

Die Neufassung des Tagebuchs der Anne Frank als Graphic Diary wurde von Ari Folman und David Polonsky anlässlich des 70. Jahrestages der Erstveröffentlichung umgesetzt. Der Originaltext wird auf eine einzigartige Art und Weise mit lebendigen, bunten und durchaus auch witzigen Illustrationen kombiniert, wodurch die facettenreiche Person Anne Frank und ihre Erlebnisse im Hinterhaus in ihrer ganzen Tiefe greifbar werden.

 

 

Erstellt von Phil Niklas Georg

 

Tamara Bach: Sankt Irgendwas (2020)

Irgendetwas ist schrecklich schiefgegangen auf der Klassenfahrt der 10b. Das sagen zumindest die anderen. Und dass es deshalb heute Abend eine Klassenkonferenz mit ALLEN Eltern gibt. Aber keiner weiß, was genau passiert ist. Eine Art Machtkampf zwischen Schülern und Lehrern. Ob in dem Protokoll mehr steht? Und ob wirklich eine ganze Klasse von der Schule geschmissen werden kann? Tamara Bach (Preisträgerin des James Krüss-Preises 2021) schreibt in diesem Buch über das Lebensgefühl von Jugendlichen, über ungerechte Lehrer und unvergessliche Klassenreisen.

 

 

 

Erstellt von Maya Ramdohr

 

Johannes Herwig: Bis die Sterne zittern (2017)

Mitmachen, sich still anpassen oder Kontra geben?
Leipzig, 1936. Am ersten Tag der Sommerferien wird der 16-jährige Harro in eine Prügelei mit Hitlerjungen verwickelt. Unverhofft bekommt er Hilfe von Gleichgesinnten, die wie er nichts mit der Nazi-Ideologie zu tun haben wollen. In dem Jahr, das folgt, ändert sich für Harro alles. Reibereien mit den Eltern und Ärger in der Schule, Nächte am Lagerfeuer, politische Aktionen, erste Liebe. Und über allem die bange Ahnung, dass sein wildes Treiben gefährliche Konsequenzen haben kann.

 

 

Weitere Bücher, die die SuS gelesen haben, für die aber (noch) keine Rezensionen vorliegen:

N.H. Kleinbaum: Der Club der toten Dichter (1989)

Todd Anderson und seine Freunde vom Welton Internat können kaum glauben, dass sich ihr Schulalltag völlig verändert hat, seit ihr neuer Englischlehrer John Keating sie aufgefordert hat, aus ihrem Leben etwas Besonderes zu machen. Von ihm ermutigt, lassen sie den vor Jahren gegründeten "Club der toten Dichter" wiederaufleben - einen Geheimbund, in dem sie frei von Zwängen und Erwartungen ihren Gefühlen freien Lauf lassen können. Hier entdecken sie nicht nur die Schhönheit der Sprache, sondern auch die Bedeutung des Augenblicks. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die neugewonnene Freiheit tragische Konsequenzen hat...

 

Kanae Minato: Geständnisse (2018)

Die Polizei hält es für einen tragischen Unfall, dass Yuko Moriguchis 4-jährige Tochter im Schulschwimmbecken ertrank. Doch Yuko, Lehrerin an der Schule, weiß, dass zwei ihrer Schüler für Manamis Tod verantwortlich sind, und sie will die Mörder nicht ungeschoren davonkommen lassen. Am Tag vor den Ferien eröffnet sie ihrer Klasse, dass sie ihnen noch eine letzte Lektion erteilen will ... Doch der perfide ausgeheckte Racheplan entgleitet ihrer Kontrolle - und sie setzt ein tödliches Drama in Gang, aus dem niemand unbeschadet entkommen wird.

 

Kidd, Jess: Der Freund der Toten (2018)

Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah.

 

Fossum, Karin: Die Stille bringt den Tod (2019)

Kann tatsächlich jeder Mensch zum Mörder werden? Diese Frage stellt sich Kommissar Konrad Sejer, als er Ragna Riegel im Verhör gegenübersitzt. Ihm scheint es unmöglich, dass diese zurückhaltende, stille Frau ein brutales Verbrechen begangen haben könnte. Seit sie wegen einer fatalen Operation an den Stimmbändern nur mehr flüstern kann, führt sie ein bescheidenes und einsames Leben. Und trotzdem gibt es keine Zweifel an ihrer Schuld. Im Laufe der Vernehmung versucht Sejer, Licht in das Dunkel zu bringen, das die flüsternde Frau umgibt...

 

Young-ha, Kim: Aufzeichnungen eines Serienmörders (2020)

Der pensionierte Tierarzt Byongsu Kim lebt am Rand einer südkoreanischen Großstadt und verbringt seine Zeit damit, Klassiker zu lesen, Gedichte zu schreiben und durch seinen Bambushain zu spazieren. Was niemand ahnt: Kim ist ein Serienmörder und hat Dutzende Menschen auf dem Gewissen. Kurz nachdem er in seinem Viertel einem Mann begegnet, den er als seinesgleichen erkennt, wird bei Kim Alzheimer diagnostiziert. Um seine Adoptivtochter Unhi vor dem Killer zu schützen, plant der alte Mann einen letzten Mord, bevor seine Erinnerung verlischt. Eine moderne und manchmal durchaus witzige Geschichte über Zeit, Erinnerung, Einbildung und Wirklichkeit.

 

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