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Aktuelles Schuljahr


Zweiter Platz beim Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ in Kassel

Großer Erfolg für das Johanneum Gymnasium Herborn: Elena Yufei Wang (8. Klasse) und Daniel Liu Haocheng (6. Klasse) haben beim diesjährigen Landeswettbewerb Jugend forscht junior in Hessen einen hervorragenden zweiten Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik erreicht.

Der Wettbewerb fand am 20. und 21. März 2026 am Fachbereich Elektrotechnik/Informatik der Universität Kassel statt. Insgesamt präsentierten 37 Gruppen mit 66 jungen Forscherinnen und Forschern aus ganz Hessen ihre Projekte und stellten sich den Fragen einer fachkundigen Jury. Die Vielfalt der Themen reichte von technischen Innovationen bis hin zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen.

Mit ihrem Projekt „Schafdorf-Rettung: Zombie-Ausbreitung und Epidemiemodell in Scratch“ überzeugten die beiden Teilnehmenden aus Herborn die Jury durch eine kreative und zugleich wissenschaftlich fundierte Herangehensweise. Ausgangspunkt der Arbeit waren die Erfahrungen während der Corona-Pandemie und die Frage, wie wirksam Bewegungseinschränkungen tatsächlich sind. Zur Untersuchung entwickelten Elena und Daniel eine Simulation in Scratch. Sie modellierten ein „Schafdorf“, wobei jeweils ein infiziertes „Zombie-Schaf“ als Ausgangspunkt diente. Durch zahlreiche Simulationsdurchläufe konnten sie zeigen, dass es einen entscheidenden Schwellenwert gibt: Sind Bewegungseinschränkungen nicht streng genug, haben zusätzliche Lockerungen nur noch geringen Einfluss auf die Dauer der Ausbreitung. Am Beispiel der Stadt Herborn wurde die zugrunde liegende Modellidee überprüft. Gleichzeitig reflektierten die beiden kritisch die Grenzen ihres Ansatzes, da andere realitätsnahe Faktoren wie etwa Immunität bewusst nicht berücksichtigt wurden.

Die Bedeutung des Wettbewerbs wurde auch bei der Preisverleihung deutlich. Die besten Projekte wurden öffentlich ausgezeichnet, der Hauptpreis für die „Schöpferisch beste Arbeit“ ging in diesem Jahr an Liang Künzler für sein innovatives Technikprojekt zur Wasserstoffgewinnung in der Stratosphäre. Insgesamt wurden in sechs verschiedenen Fachgebieten Landessieger gekürt – ein eindrucksvoller Beleg für das hohe Niveau der präsentierten Arbeiten.

Der Wettbewerb „Jugend forscht junior“ ist Teil des größten deutschen Nachwuchswettbewerbs im MINT-Bereich. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern und sie darin zu fördern, eigene Fragestellungen zu entwickeln und zu erforschen.

Eine besondere Verbindung zum Johanneum ergibt sich auch durch die Wettbewerbsleitung: Mit Oberstudienrätin Eva Katharina Kretzer trägt eine Lehrkraft unserer Schule die Verantwortung für den Landeswettbewerb und ist maßgeblich an der Organisation und Durchführung beteiligt.

Unter den  Ehrengästen waren der hessische Staatsminister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, der auch den Hauptpreis für die „Schöpferisch beste Arbeit“ überreichte, sowie der Kasseler Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller. Ihre Anwesenheit unterstreicht die hohe Bedeutung, die der Förderung junger Talente in den MINT-Fächern in Hessen beigemessen wird.

Der Erfolg unserer beiden Teilnehmenden zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Schülerschaft des Johanneums steckt. Wir gratulieren herzlich zu dieser großartigen Leistung und freuen uns über das Engagement und die Begeisterung für Wissenschaft und Forschung, die sie mit ihrem Projekt unter Beweis gestellt haben.

Jugend forscht 2026 01 k

 

Jugend forscht 2026 02 k

(v. l. n. r.: Eva Katharina Kretzer (Wettbewerbsleiterin), Prof. Dr. Axel Bangert (Universität Kassel), Dr. Sven Schoeller (Oberbürgermeister der Stadt Kassel), Liang Künzler (erhielt den Preis für die „Schöpferisch beste Arbeit“), Armin Schwarz (Hessischer Minister für Kultus, Bildung und Chancen), Prof. Dr. Dirk Dahlhaus (Universität Kassel))

 

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Elena Yufei Wang (Klasse 8c) und Daniel Haocheng Liu (Klasse 6a)

 

Jugend forscht 2026 04 k

 

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